Laut Medienberichten befindet sich Microsoft im Schnittpunkt zweier wichtiger Trends in der Technologiebranche und könnte sein schlechtestes Quartalsergebnis seit der globalen Finanzkrise 2008 verzeichnen.

Einerseits konzentriert sich die Wall Street zunehmend darauf, wann sich Investitionen in die KI-Infrastruktur in einem signifikanten Umsatzwachstum niederschlagen werden, während Microsoft seine Investitionsausgaben weiter erhöht; andererseits beginnen Investoren, Softwareaktien zu verkaufen, da sie befürchten, dass KI-Startups wie Anthropic und OpenAI intelligente Agenten entwickeln, die Produkte von Unternehmen wie Microsoft ersetzen können.
Darüber hinaus fiel der Aktienkurs von Microsoft im ersten Quartal dieses Jahres um 24 % und verzeichnete damit möglicherweise den größten Quartalsrückgang seit dem vierten Quartal 2008 (ein Minus von 27 %). Unter den sieben größten Technologieaktien schnitt Microsoft in diesem Jahr deutlich schwächer ab; der entsprechende Index fiel im gleichen Zeitraum um 13 %. Infolge dieses Kursverfalls sank das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Microsoft unter 20 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Juni 2016. Aktuell liegt die Bewertung etwas höher als die des S&P 500, und zuletzt wurde die Aktie erstmals seit 2015 sogar mit einem Abschlag gegenüber dem Index gehandelt.