Laut Sina Tech hat Arm, ein weltweit führender Anbieter von Halbleiter-IP, in San Francisco, USA, offiziell seinen ersten selbstentwickelten Rechenzentrumsprozessor – den Arm AGI CPU – vorgestellt. Dieser Chip, der auf dem 3-nm-Prozess von TSMC basiert und eine Dual-Chiplet-Architektur nutzt, markiert Arms ersten Vorstoß in den Verkauf selbstentwickelter Chips in seiner 35-jährigen Geschichte und seinen offiziellen Eintritt in den Markt für Rechenleistung in Rechenzentren.

Berichten zufolge wurde die Arm AGI CPU speziell für die Infrastruktur intelligenter KI-Agenten entwickelt. Ein einzelner Chip integriert 136 leistungsstarke Arm Neoverse V3-Kerne mit 2 MB L2-Cache, unterstützt eine Taktfrequenz von 3,7 GHz, bietet 6 GB/s Speicherbandbreite pro Kern und erreicht eine Speicherlatenz von unter 100 ns. Der Chip nutzt eine 96-Kanal-PCIe-Gen-6-Schnittstelle und unterstützt das CXL-3-Protokoll bei einer TDP von 300 W. Arm gibt an, dass durch die synergistische Optimierung der Multithread- und Singlethread-Leistung die Single-Rack-Performance mehr als doppelt so hoch ist wie bei der x86-Plattform. Dies soll Einsparungen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar an Investitionskosten pro 1 GW Rechenleistung in KI-Rechenzentren ermöglichen.
Hinsichtlich der Einsatzflexibilität unterstützt die AGI-CPU sowohl hochdichte 1U-Serverlösungen mit Luftkühlung (8160 Kerne pro Rack) als auch Lösungen mit Flüssigkeitskühlung (über 45.000 Kerne pro Rack) und erfüllt damit die Anforderungen von Rechenzentren unterschiedlicher Größe. Bei der Produkteinführung gratulierte NVIDIA-CEO Jensen Huang Arm per Videoschaltung zum Launch des ersten Rechenzentrumschips.
Auf der Pressekonferenz gab Arm-CEO Rene Haas bekannt, dass die kumulierten Auslieferungen von Chips mit Arm-Architektur 350 Milliarden Einheiten überschritten haben und damit die Weltbevölkerung bei weitem übersteigen. Sie sind siebenmal so hoch wie die kumulierten Auslieferungen von CPUs ohne Arm-Architektur.