Laut ausländischen Medienberichten hat der deutsche Sportwagenhersteller Porsche am 26. Februar angesichts der sinkenden Nachfrage und des Kostendrucks auf dem Markt für Elektrofahrzeuge bedeutende Anpassungen an seiner Produktplanung für sein Flaggschiff-SUV vorgenommen.

Porsche SUV
Laut Autocar wird der brandneue, siebensitzige große SUV (interner Codename K1), der ursprünglich als reines Elektrofahrzeug geplant war, nun als Benzin- und Plug-in-Hybridmodell mit V6- und V8-Motoren angeboten. Dieses Flaggschiffmodell, von Porsche als „SUV der D-Klasse“ definiert, teilt sich die fortschrittliche PPC-Benzinplattform (Premium Platform Combustion) des Volkswagen-Konzerns mit dem kommenden Audi Q9 und soll 2028 in Großbritannien auf den Markt kommen.
Dem Bericht zufolge sollte der K1 ursprünglich auf der vollelektrischen SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) des Volkswagen-Konzerns basieren. Aufgrund von Verzögerungen in der Entwicklung dieser Plattform, insbesondere ihrer Softwaresysteme, sowie eines deutlichen Absatzrückgangs des Porsche Taycan, der ein nachlassendes Interesse am Markt für Elektrofahrzeuge widerspiegelte, war Porsche jedoch gezwungen, seine Strategie anzupassen, um die Markteinführung dieses Flaggschiff-SUVs termingerecht und kostengünstiger zu gestalten.
Porsches Entscheidung, die PPC-Plattform mit dem Audi Q9 zu teilen, wird von Branchenkennern als wichtiger Schritt zur Senkung der hohen Entwicklungs- und Forschungskosten gewertet. Obwohl Audi die Existenz des Q9 noch nicht offiziell bestätigt hat, deuten Quellen darauf hin, dass die beiden Schwestermodelle technisch eng miteinander verzahnt sein werden. Der K1 wird daher verschiedene Antriebsoptionen bieten, darunter einen 4,0-Liter-V8-Biturbo und einen 3,0-Liter-V6-Motor, und über ein Plug-in-Hybridsystem der nächsten Generation verfügen. Die Leistungsspanne dürfte ähnlich breit sein wie beim aktuellen Cayenne, von 348 PS bis hin zu 730 PS in der Topversion.
Porsche setzt große Hoffnungen in den K1, mit dem das Unternehmen eine Lücke im Modellprogramm schließen und ein bisher unerschlossenes Marktsegment erschließen will. Das Flaggschiff-SUV soll mit flexiblen Innenraumkonfigurationen – darunter Vier-, Fünf- und sogar Siebensitzer-Varianten – aufwarten und damit Konkurrenten wie den BMW X7 und den Mercedes-Benz GLS direkt herausfordern.
Mit seinen großzügigen Abmessungen, der umfangreichen Sitzkonfiguration und der hochmodernen Technologie ist der K1 darauf ausgelegt, die starke Nachfrage nach Premium-SUVs in Kernmärkten wie den USA, dem Nahen Osten und China zu befriedigen.
Dem Plan zufolge sollen die Benzin- und Plug-in-Hybridversionen des K1 etwa zwölf Monate nach dem Marktstart des ersten Audi Q9, voraussichtlich Ende 2027 oder Anfang 2028, auf den Markt kommen. Porsche bestätigte gegenüber Autocar, dass die Pläne für eine rein elektrische Version des K1 weiterhin bestehen, deren Markteinführung sich jedoch verzögern wird.
Die Produktion des K1 ist für das Volkswagen-Werk in Bratislava, Slowakei, geplant, wo auch der Audi Q9 gefertigt werden soll. Dort soll außerdem der vollelektrische Cayenne produziert werden, was die Grundlage für die zukünftige Fertigung des elektrischen K1 bildet. Porsche hatte ursprünglich geplant, den K1 in seinem Werk in Leipzig zu produzieren, doch steigende Produktionskosten in Deutschland zwangen den Automobilhersteller, einen kostengünstigeren Produktionsstandort zu suchen.